16.01.20121000 km ohne Punkte – HSG Stemmer/Friedewalde schlägt HC Sachsen 39:30 (19:14)
Zuerst die gute Nachricht: Keine Punkte bedeutet nicht immer Schlechtes. Nachdem auf der A2 in den letzten Monaten zwischen Magdeburg und Hannover eine Vielzahl von stationären Radaranlagen aufgebaut wurde, sind beide Kleinbusse ohne fotografische Dokumentation der Reisegeschwindigkeit wieder gut in Neustadt gelandet.
Dass es beim Rückrundenauftakt in Stemmer auch keine Punkte gab ist weniger erfreulich, aber den großen Personalsorgen geschuldet. Gegenüber der Aufstellung der Vorwoche musste Coach Bärbel Wessel einmal mehr improvisieren. Nachdem Petra Janeckova und Nicole Eckhardt arbeitsbedingt nicht am Spiel teilnehmen konnten, musste Therese N. Torlen verletzungsbedingt zu hause bleiben. Die Verletzung aus dem Spiel gegen die HSG Blomberg/Lippe II hat doch größere Auswirkungen als zunächst angenommen. Genaueres wird in den nächsten Tagen festgestellt.
Bärbel Wessel reagierte auf die Personalprobleme indem sie 2 Spielerinnen der 2. Mannschaft für die 3. Bundesliga nominierte. Ilona Köhler und Maren Emmrich waren mit von der Partie und konnten sich mit insgesamt 4 Toren im Spielprotokoll verewigen. Das erste HC Sachsen-Tor warf Helena Binova nach einem Assist von Melanie Baier. Das Spiel konnten die Ostsachsinnen bis zur 20. Min (11:9) offen gestalten. Der Abstand betrug nicht mehr als max. 2 Tore. Durch einige Unkonzentriertheiten der HCS-Spielerinnen im Angriff, die zu Ballverlusten führten, gelang es Stemmer/Friedewalde mit einfachen Gegentoren erstmals den Abstand zu vergrößern. Ein 5:0-Lauf markierte in der 23. Minute eine Differenz von 5 Toren beim 14:9. Dann fanden die Wessel-Damen schnell in die Begegnung zurück und ließen bis zum Halbzeitstand von 19:14 keine weitere Vergrößerung der Tordifferenz zu. Auch die im Hinspiel noch gefährlich agierende Susann Grüning wurde von Anfang an in Manndeckung genommen, was die Möglichkeiten des Tabellenführers einschränkte.
In Hälfte 2 blieb bis zur 38. Minute alles wie in Halbzeit 1. Stemmer warf ein Tor, Baier & Co. reagierten umgehend – es stand 22:17. Aber langsam machte sich die schmal besetzte Bank doch bemerkbar. Die Kondition ließ nach und somit erhöhte sich die Fehleranzahl. Die Angriffe der Stemmer-Akteurinnen konnten die HC Sachsen-Damen jetzt nicht mehr wie bisher beantworten. So schaffte es der Gastgeber, sich mehr und mehr abzusetzen – 27:18/45. Positiv festzuhalten ist, dass keine der Wessel-Damen in keiner Phase des Spiels den Kopf hängen ließ. Bis zum Abpfiff wurden 100 % gegeben und es war zu sehen, dass, wenn schon keine Punkte möglich sind, die Niederlage so gering wie möglich ausfallen sollte. Die HC Sachsen-Trainerin stellte nach dem Spiel fest: „Die Niederlage geht in Ordnung. Allerdings fällt sie 4-5 Tore zu hoch aus.“ Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Beide Teams kämpften hart aber fair, so dass das Verhältnis von 5:1 bei den Siebenmetern dem Spiel nicht ganz gerecht wird.
Nun ist das Team auf das Sachsen-Derby gegen die Bundesligavertretung des HC Leipzig fokussiert. Am 22. Januar, 16.00 Uhr, „factum arena“ Sportforum Neustadt, sollte der Sieg aus dem Hinspiel bestätigt werden, zumal die Trainerin der HCL-Reserve, Dr. Marion Mendl, nach der Niederlage in der Hinrunde schon eine Reaktion im Rückspiel forderte.
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