11.12.20112 Punkte und ein einstelliger Tabellenplatz zum Jahresabschluss

Zum Ende des Kalenderjahres 2011 wollte die F1 des HC Sachsen im letzten Meisterschaftsspiel noch einmal unter Beweis stellen, dass die 4 in Folge verlorenen Spiele der Vergangenheit angehören. Dies gelang dem Team von Bärbel Wessel problemlos. Beim Stand von 12:2 für den HCS in der 22. Minute waren die Messen gelesen.

Dass man sich beim Gastgeber auf den Rückraum des HC Sachsen konzentrieren wollte, war schon im Vorbericht der Bandits aus Magdeburg angekündigt worden. Dass die Sachsen allerdings besser mit dem Deutschen Roten Kreuz als mit eigenen Bussen nach Barleben gereist wären, war so nicht abzusehen. Die sonst wurfstärkste Spielerin der Sachsen - Melanie Baier - musste nach etwas mehr als einer viertel Stunde erstmals auf die Bank. In chronologischer Reihenfolge sah es in etwa so aus: 5. Minute - Absplitterung am Gelenk des kleinen Fingers der Wurfhand, 8. Minute - Schlag ins Gesicht mit Verdacht auf Nasenbeinbruch, 16. Minute - Schulter links augekugelt. Wollte man in Barleben etwa so versuchen die 2 wichtigen Punkte zu hause zu behalten?

Dies gelang den Aebi-Damen nicht. Für die angeschlagene Baier sprang Martina Wiele in die Bresche und steigerte ihre Leistung von 6 Toren gegen Hildesheim nochmals auf 8. Die gastgebenden Bandits gingen nach 2 Minuten mit 1:0 in Führung - der einzigen im ganzen Spiel. Bis zur 22. Minute gelang dem Fast-A-Jugend-Team nur ein weiterer Treffer in der 14. Minute, ehe ein 7-Meter und zwei Feldtore dann den Halbzeitstand von 13:5 herstellten. Bis dahin hatte das dezimierte Sachsen-Team von fast allen Positionen eingenetzt. Lediglich Slavka Ninkovic konnte bis zur Halbzeit "nur" durch Scorer-Punkte glänzen. Mehrfach setzte sie ihre Mitspielerinnen erfolgreich in Szene. Ihre 4 Tore hob sie sich bis zur 2ten Hälfte der Partie auf.

In Halbzeit 2 agierten die HC Sachsen-Akteurinnen dann doch etwas zurückhaltender. Der temporäre Ausfall von Baier, sie kam erst zur Schlussviertelstunde aufs Parkett zurück, hatte die verbliebenen HCS-Spielerinnen vorsichtiger werden lassen. Schließlich wollte sich keine wirklich ernsthaft weh tun. Das war auch der Grund dafür, dass die 2. Hälfte gerade noch mit 17:16 an den HC Sachsen ging. Adamkova, Baier & Co. verwalteten das Ergebnis, ohne nochmals in Gefahr zu geraten das Spiel abgeben zu müssen. Auch Ninkovic machte nun ihre Tore und sorgte mit dafür, dass die Tordifferenz nicht wesentlich unter die 10-Tore-Marke fiel. Bei den Bandits war Swantje Heimburg die torgefährlichste Werferin, sie konnte 7 x die HC Sachsen-Abwehr überwinden. Auf Gästeseite gelang es Martina Wiele die Position an der Spitze der Topscorer des Tages einzunehmen.

Der HC Sachsen spielte mit: Katarzyna Wiekiera, Anne Naumann (beide Tor), Martina Wiele 8,  Marta Adamkova 2, Helena Binova 3, Nicole Eckhardt 6/2, Slavka Ninkovic 4, Petra Janeckova 4, Melanie Baier 3/1

Spielfilm: 1:0 2., 1:2 8.,  1:4 12., 2:9 18., 3:12 24., 5:13 HZ, 6:13 31., 7:16 36., 9:20 41., 13:22 46., 14:25 50., 18:29 56., 21:30 60.