09.12.2011Ein Erfolg für die nächsten zwei Punkte wird gesucht

Wenn die Damen des HC Sachsen morgen zum nächsten Punktspiel antreten, dann ist die Reise wieder einmal nicht so weit wie sonst in den Westen. Diesmal führt der Weg den HC Sachsen-Tross lediglich bis nach Barleben in die dortige Mittellandhalle. Anpfiff der Partie gegen die SpG Bandits Magdeburg/Barleben ist um 17 Uhr. Zumindest auf einen familiären dritten Advent können sich die Frauen um Trainerin Bärbel Wessel somit freuen. Dass der ob der eingeplanten nächsten zwei Punkte auch noch verschönt wird, müssen die Damen auf dem Parkett selbst bestätigen.

Wenn nur eine Halbzeit gespielt würde und sie sich aussuchen könnten, welche davon sie absolvieren wollten, dann könnte schon mit einem Sieg gerechnet werden. In der gesamten Saison blieben sich die Neustädterinnen fast immer der Devise treu: „Mal versuchen, ob eine Halbzeit für den Sieg reicht.“ Diese Wechselhaftigkeit kostete bereits eine Reihe von Punkten und auch das letzte Spiel bildete keine Ausnahme. Nach vermurkster erster Hälfte folgte eine fulminante zweite, die den Sieg gegen Hildesheim brachte. Auswärts werden solche Schwankungen immer noch härter bestraft als zu Hause, denn dann fehlt auch die nötige Unterstützung von den Rängen. Bei dem kleinen einsatzfähigen Kader des HC Sachsen erweist sich die als zusätzliche Stimulierung. Von Oschatz einmal abgesehen – da waren auch reichlich Fans dabei – zeichnet es sich ab, dass die Auswärtsspiele in der deutschen Osthälfte erfolgreicher verlaufen, als die im Westen.
In Leipzig und in Halle wurden Punkte eingefahren, jetzt gilt es gegen die dritte ehemalige Bezirkshauptstadt Magdeburg, den Partner von Barleben. Provinz gegen Großstadt ist eben immer wieder eine besondere Herausforderung, da können Provinz-Derbys wie in Oschatz schon mal beiseite geschoben werden. Trotz aller geografischen Spielchen bleibt die Spielfeldgröße überall gleich und auf der muss gezeigt werden, dass die derzeitige Platzierung unter Niveau des HC Sachsen liegt. Rang zehn ist schon eher kellertypisch und der HC Sachsen gehört als minimale Vorgabe immerhin ins Mittelfeld auf einen einstelligen Tabellenplatz.

In der Verbandsliga dagegen muss das zweite Frauenteam am Sonntag ran. Dabei geht es wenigstens zu Hause gegen Radebeul. Das sollte ab 14.15 Uhr machbar sein. Die Neustädter Männer spielen ebenfalls am Sonntag. Ab 16 Uhr kommt es zur Partie in der Bezirksliga gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Lommatzsch.

Eberhard Neumann


So möchten die Bandits gegen den HC Sachsen spielen:

Barleber Bandits wollen im letzten Spiel des Jahres versöhnlichen Abschluss erzielen

Zum bereits letzten Spiel des Jahres empfangen die Drittligafrauen der SpG Bandits Magdeburg/Barleben am Samstag den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz in der heimischen Mittellandhalle. Im ebenso letzten Hinrundenspiel wollen die Sachsen-Anhalter noch einmal alle Kräfte mobilisieren und sich möglichst mit einem Erfolgserlebnis in die verdiente Winterpause verabschieden.

Mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot geht es für die Handballerinnen der SpG Bandits Magdeburg/Barleben an diesem Wochenende ein letztes Mal in diesem Jahr um wichtige Punkte. Und da aller guten Dinge drei sind, will sich die Aebi-Sieben am kommenden Samstag ab 17:00 Uhr gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz zumindest den dritten Saisonerfolg sichern und somit halbwegs versöhnlich in die Winterpause verabschieden. Diese wird bei den Elbestädterinnen schon lange herbeigesehnt, musste man sich doch fast gesamte Hinrunde mit großen Personalsorgen rumplagen. Und so ist es auch kaum mehr verwunderlich, dass Trainer Jens Aebi vor dem Vergleich mit dem HCS wieder einmal kaum gesunde Spielerinnen zur Verfügung stehen. Neben den beiden krankgeschriebenen Torhüterinnen Anne Hofmeister und Anne Bormann wird außerdem Sabrina Sellaoui fehlen. Hinzu kommen die noch immer verletzten Karleen Hartmann und Frances Nösel, die sich zwar beide langsam auf dem Weg der Besserung befinden, aber von einem Einsatz noch weit entfernt sind. Doch als ob dies nicht schon genug wäre, bangt Trainer Aebi ebenso um die Einsätze von Swantje Heimburg, Christin Lüter sowie Monique Kumpf, da alle drei angeschlagen sind und unter der Woche noch eingeschränkt trainieren konnten.

Fast etwas ironisch klingt da schon die Zielstellung, die sich die Magdeburgerinnen vor dem letzten Hinrundenspiel auf die Fahnen geschrieben haben: es sollen möglichst noch einmal zwei Punkte werden. Dass dies unter diesen Voraussetzungen gegen einen sehr spielstarken Gegner fast aussichtslos erscheint, schreckt bei den Bandits dennoch keinen ab, wenn gleich sich Trainer Jens Aebi sicher ist, dass die Gäste eigentlich zu Unrecht im Tabellenkeller stehen: „Natürlich erwartet uns eine sehr schwere Aufgabe gegen Neustadt-Sebnitz, doch sind wir uns auch einig, dass wir mit dem Einsatz und der Leidenschaft aus dem Burgdorf-Spiel viel bewegen können. Wenn es am Ende zu zwei Punkten reicht, wäre das natürlich umso schöner.“

Doch bevor es soweit ist, müssen die Sachsen-Anhalter noch einmal 60 Minuten Vollgas geben und vor allem eine konzentrierte Leistung über die volle Spielzeit an den Tag legen. Gegen den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste wird somit erneut eine überzeugende Abwehrarbeit von Nöten sein, immerhin haben die Randsachsen fast genauso viele Tore wie die Bandits und das bei zwei Spielen weniger.

Aus diesem Grund lag der Trainingsfokus unter der Woche noch einmal verstärkt auf der Abwehrarbeit der Magdeburgerinnen, die ein Trainingsspiel beim BSV 93 Magdeburg ebenso dazu nutzen, die taktischen Maßgaben umzusetzen. Scheinbar mit Erfolg wie Trainer Aebi berichtet und zugleich positiv anmerkt: „Trotz verschiedener Deckungs- und Angriffsvarianten war das Auftreten meiner Mannschaft sehr zufriedenstellend. Darauf lässt sich für das Wochenende aufbauen“. Ob die jungen Bandits an die guten Leistungen anknüpfen können, zeigt sich am kommenden Samstag ab 17:00 Uhr in der Mittellandhalle Barleben.