15.07.2013Gießkannenturnier

Am Samstag nahmen die Männer des HC Sachsen an dem bereits traditionsreich zu nennenden Sandfußballturnier im Hertigswalder Bad teil. Von den insgesamt 6 teilnehmenden Mannschaften stellte unser Verein genau 1/3. Leider blieb das Engagement der Mitstreiter der Männerbauchspielgruppe, wie sich die wohlgenährten Akteure der M3 selbstverliebt nennen, zunächst wenigstens zahlenmäßig hinter den Vorjahren zurück. Zu Beginn des Turniers standen die Alten Herren mit nur drei Mitstreitern bereit. Neben Carly und Gunter hatte nur der Verfasser dieser Zeilen zum Ort des Geschehens gefunden. Aber jetzt zeigte sich, was einen Verein auszeichnet. Die Herren der M1, die ebenfalls eine Mannschaft stellten, waren völlig selbstlos bereit, unsere Senioren zu unterstützen. Toni, Norman auch auch Dominik standen uns abwechselnd zur Seite, um ebenso glanzvoll abzuschneiden wie im Vorjahr. Wie jedem aus den glücklichen Tagen seiner Kindheit noch in Erinnerung sein dürfte, präsentiert sich das auf ebenem Hallenboden schon schwer beherrschbare Spielgerät in  einem Sandkasten als geradezu unberechenbar. Die Taktik war also altbewährt: Hinten dicht machen und mit langen Bällen in die Spitze den Torerfolg suchen. Nachdem die M1 leider ihr erstes Spiel verlor, trat die M3 in ihrem ersten Turnierspiel gegen einen unbekannten Gegner an. Und die Taktik ging auf. Jedenfalls hinten ließen wir kein Tor zu. Leider waren wir im Angriff aber nicht von dem nötigen Glück verfolgt und errangen deshalb ein glanzvolles 0:0.

Bereits das nächste Spiel war das interne Duell mit der M1. Wir trennten uns friedlich und vereinsdienlich wiederum 0:0.  In unserem nächsten Match lagen wir zunächst, auf Sand eigentlich uneinholbar, 0:1 zurück. Das Tor für die Gegner entstand ein wenig unglücklich. Toni fälschte einen Fernschuss so unglücklich ab, dass der Ball nach einem leichten Kontakt mit dem rechten Innenpfosten für Blähungen unseres Tornetzes sorgte. Aber dies sollte das einzige Spiel werden, in dem unsere Torflaute überwunden werden konnte. Nachdem ein Feldspieler des Gegners unseren Ausgleich zunächst mit einem hochgezogenen Ellbogen verhinderte, konnte Norman vom Strafstoßpunkt des verdiente Unentschieden herstellen. Und jetzt wuchsen wir über uns hinaus. Toni gelang es, kurz vor Spielschluss den gegnerischen Torwart bei einem Eckstoß so geschickt in die biergenährte Körpermitte zu treffen, dass der Ball den Weg über die Torlinie fand. Diesen Vorsprung zu verteidigen war für unsere geschulte Defensivabteilung nun ein leichtes. Mit der spielerisch wohl besten Leistung einer HCS-Mannschaft an diesem Tag sicherte sich die M1 in ihrem nächsten Spiel einen 1:0-Sieg, bei dem die Jungs mehrere schöne Chancen herauskombinierten, sie aber leider nicht alle nutzten. Nun war wieder die M 3 dran. Gegner war der Turnierfavorit. Zunächst sah es so aus, als würde unser Catenaccio auch hier wieder seine Wirkung tun.

Leider gab es dann einen Moment, als uns ein Gegenspieler entwischte und diese eine Chance nutzte der Gegner zum 1:0 Sieg. Schade! Für das letzte Spiel der M3 hatte Manitu wiederum unser Standartergebnis von 0:0 vorgesehen. Unsere M1 verlor ihr viertes Spiel und kam im letzten zu einem 1:1, wobei anzumerken ist, dass das Gegentor dem marsoberflächenähnlichen Spielfeld geschuldet war. Der auf unseren Torwart zurollende Ball hob plötzlich vom Spielfeld ab wie von einer Sprungschanze und änderte dabei sogar seine Richtung, so dass der bereits zu Boden gegangene Torwart keine Abwehrchance mehr hatte. Das Turnier war beendet und nun begann das große Rechnen, um aus den wenigen Toren eine Rangfolge zu basteln. Turnierssieger wurde die Mannschaft Zwingerstraße, die in ihren 5 Turnierspielen 13 Punkte erzielte. Dahinter wurde es eng. Unsere M3 erzielte zwar nur 2 Tore, aber damit immerhin 6 Punkte und damit immerhin einen Punkt mehr als der Rest des Teilnehmerfeldes. Die Mannschaften auf den Plätzen 3-6 hatten sämtlich 5 Punkte erspielt und die Platzierungen wurden durch kompliziertes Regelwerk aufgrund von Tordifferenz bzw. geschossenen Toren ermittelt.

Weitere Ausführungen zur Platzierung hat Norman dem Verfasser untersagt. Die M3 durfte jedenfalls von dem Veranstalter als Lohn für ihre destruktive Spielweise den auf dem obigen Foto zu bewundernden Pokal und eine Urkunde entgegennehmen. Insgesamt haben die ausrichtenden Gießkannen wieder ein gesellschaftlich wertvolles Ereignis auf die Beine gestellt, das wir, nebenbei bemerkt auch kulinarisch, nicht mehr missen möchten. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.