30.06.2014Biesenröder Elfmeterturnier - Bei Treffer winkt Hochzeit

Auch wenn nur vier Frauenteams dabei waren, sorgten die Frauen für den meisten Gesprächsstoff beim 19. Biesenröder Elfmeterturnier. Dank Gabi Kaden, obwohl es nicht der klassische Heiratsantrag war, den sie machte.Bei den Frauen hat diesmal das Team des FSV Hettstedt vor den Honigbienen Biesenrode und den Homies aus Hettstedt gewonnen. Als beste Torfrau wurde Franziska Schwipp (FSV Hettstedt) geehrt. Das Männerturnier gewannen die A-Junioren des FSV Hettstedt, stellten mit Robby Richter auch den besten Keeper. Auf den Plätzen folgten „Zum Abschaum“ und das „Blitz Team“. Neben Pokalen für die Besten gab es Sachpreise für alle Teams.

„Wenn du jetzt trifft, heirate ich dich“, hatte sie ihrem Partner Patrick Simon mit auf den Weg gegeben. Und er traf. „Er hat noch nie getroffen“, frotzelte Ulrich Forkert. „Ich hab ja auch nicht verstanden, was sie gesagt hat. Aber ich habe es für die Mannschaft getan“, frotzelte Simon zurück. Kaden, Simon, Forkert, die drei gehören neben anderen zum HC Sachsen aus Neustadt bei Sebnitz. Seit der Premiere, wo die Truppe gewann, kommt die Mannschaft jedes Jahr die 300 Kilometer aus Sachsen ins Mansfeldische gefahren und das sogar mit zwei Teams, bestehend überwiegend aus Handballern. Wie die Verbindung zustande gekommen ist? „Durch Jörg“, erklärt Antje Burkhardt, die selbst aus dem Brandenburgischen stammt, aber durch die Liebe nach Mansfeld kam. Jörg, das ist Jörg Jung, in Wippra geboren, Sportschule in Dresden, später Fußballer in Biesenrode und Mansfeld, heute in Kassel lebend. „Als ich noch in Dresden auf der Sportschule war, hatten wir ein Trainingslager in Neustadt. Daher kennen wir uns. Und für das erste Turnier hier in Biesenrode habe ich den Kontakt hergestellt. Und es hält bis heute“, so der 44-Jährige. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Sachsen, mittlerweile durch einige Mansfelder verstärkt, auch bei der 20. Auflage nächstes Jahr starten.

„Da planen wir die Teilnahme einer Prominentenmannschaft. Entweder mit ehemaligen Oberligaschiedsrichtern oder Oberligaspielern“, blickt Wolfgang Beyer, einer der Organisatoren voraus. Die Idee haben er und anderen Biesenröder Fußballoldies einst aus Meßstetten (Baden-Württemberg) mitgebracht.

Wann wird geheiratet?

Die Zahl der teilnehmenden Mannschaften hatte sich zuletzt zwischen 40 und 57 eingepegelt. Am Sonnabend waren es 29 Männerteams und vier bei den Frauen. „Man merkt, dass ringsum Feste sind. Und wegen des Tags des Mädchenfußballs in Aschersleben haben noch kurzfristig vier Mannschaften abgesagt“, so Beyer. Aber alles, was beim mehr als 20 Mannschaften ist, sei gut. Unter anderem wieder dabei, neben zahlreichen Freizeitteams, eine Truppe vom Verbandsligisten Edelweiß Arnstedt und ein Team der A-Junioren des FSV Hettstedt. „Das zeigt uns immer wieder, wie gut das Turnier angenommen wird“, freut sich Beyer. In diesem Jahr war es eingebunden in den 50. Biesenröder Vereinsgeburtstag und was die Sportgemeinschaft in dem 400-Seelen-Dorf auf die Beine stellt, verdient Respekt. Denn erst eine Woche zuvor war der Sportplatz Fahrerlager des Mountainbike-Marathons. Eine Frage blieb aber am Sonnabend unbeantwortet. Wann sie denn nun heiraten , die Gabi und der Patrick? „Wir sind jetzt vier Jahre zusammen. Da müssen wir es jetzt auch nicht überstürzen “, sagen Gabi Kaden und Patrick Simon da unisono.

U. Forkert